Special von A.Schlicht, M.Wagner (mail) | 18. Juni 2003
Schon zu seligen SNES Zeiten gehörte F-Zero zu den besten Future Racern der Videospielewelt. Vor allem in einem Punkt war die Serie hochkarätigen Konkurrenztiteln wie „Wipeout“ oder „Extreme G“ immer übelegen: Geschwindigkeit. Daß sich daran auch zukünftig nichts ändern wird, konnten wir leibhaftig beim Nintendo „post E3“ Pressespezial erleben.
Die spielbare Demoversion des von Sega entwickelten „F-Zero GX“ bot bereits vier spielbare Strecken, die SNES Veteranen zum Teil noch bestens bekannt sein sollten. Jede Strecke besitzt ihre charakteristischen Besonderheiten, wie z.B. die Korkenzieherkurven von „Mute City“, die rasanten Loopings der Gewitterstrecke „Lightning“ oder die verzwickten Haarnadelkurven in „Aeropolis“. Für die rasante Fahrt durch die futuristischen Häuserschluchten standen bereits fünf high-tech Racer zur Verfügung, darunter Gleiter wie der altbekannte „Blue Falcon“ oder die „Wild Goose“. Die Vehikel unterscheiden sich in den Fahrzeugeigenschaften „Body“ (= Panzerung), „Boost“ (Turbo) und „Grip“ (Bodenhaftung). Vor dem Start können noch kleine Feineinstellungen am Beschleunigungsverhalten, bzw. der Spitzengeschwindigkeit vorgenommen werden. Während des Rennens müsst ihr euch gegen insgesamt 29 Kontrahenten durchsetzen. Dies erweist sich als gar nicht so einfach, denn die Gegner KI ist nicht von Pappe und rempelt euch in Bedrängnis auch schon einmal rüde von der Ideallinie. Zum Glück hat man mit der zackigen und sehr direkten Joypadsteuerung schnell wieder alles im Griff. Auf langen Geraden könnt ihr die Gegner mittels begrenzt einsetzbarem Booster oder dem Überfliegen von Beschleunigungsstreifen hinter euch lassen. Besonders enge Kurven sollten hingegen lieber langsam und durch zusätzliches Betätigen der Seitenruder mittels entsprechender Schultertaste durchglitten werden. Kollisionen mit der Fahrbahnbegrenzung oder andern Schiffen zehren an eurem Energieschild, diesen könnt ihr zum Glück an speziellen Energiefeldern wieder auftanken.
Technisch gesehen ist „F-Zero GX“ ein Meisterwerk. Die extrem leistungfähige 3D Engine bietet absolut hochdetaillierte high-res Optik und extreme Weitsicht. Der absolute Knüller ist aber das vermittelte Geschwindigkeitsgefühl – es ist einfach unglaublich wie flüssig und superschnell die Engine arbeitet. Dabei ist zu keinster Zeit, noch nicht einmal bei vollem Gegneraufkommen, auch nur der geringste Ruckler aufgetreten. Die tollen Transparenz- und gleißenden Lichteffekte treten dagegen fast in den Hintergrund.
Untermalt wird das Ganze von treibenden Technorhythmen, denen es in keinster Weise an Abwechslung mangelt. Besonders gut haben uns die harten Industrial Beats der „Port Town“ Strecke gefallen.
Der Multiplayer Modus wusste ebenso zu überzeugen. Sowohl der vertikal geteilte zwei Spieler, als auch der vier Spieler Splitscreenmodus boten einen gut spielbaren Bildausschnitt sowie hohe Spielgeschwindigkeit bei kaum wahrnehmbarem Detailverlust.
Die finale Version wird 20 Rennstrecken, über 30 verschiedene Fahrzeuge sowie einen Solospieler Karriere/Story Modus beinhalten. In diesem können für errungene Siegpunkte diverse Fahrzeugupgrades erworben werden. Ebenfalls ist eine Memorycard Link Funktion mit der Spielhallenversion von „F-Zero GX“ geplant.
Andreas Eindruck:
Musste man die Umgebung eigentlich so detailliert gestalten? Bei einer solchen Geschwindigkeit bekommt man davon eh’ nicht viel mit, da man sich total auf die Strecke und seinen Gleiter konzentrieren muss. Das klingt leichter als es ist. Die Strecken sind anspruchsvoll designt und die 29 Gegner auf der Strecke schenken einem nichts. Auch im Multiplayer-Modus bleibt die volle F-Zero Geschwindigkeit erhalten. Gespannt sein darf man zudem auf den Story Modus.
In diesem Sinne: Check out F-Zero GX, it rock’s, trust me, I wouldn’t lie to you.
Michaels Eindruck:
Schnell, schneller, F-Zero. Die Demoversion konnte mich mit phänomenaler Optik, rasantem Gameplay und coolem Sound durchweg überzeugen. Sofern Sega neben den restlichen Strecken und Gleitern noch einen ansprechenden Solo Modus implementiert, erwartet uns mit „F-Zero GX“ der beste Future Racer und eines der coolsten Spiele aller Zeiten.
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Von A.Schlicht, M.Wagner
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